Anlässlich des Jubiläums 40 Jahre Gasteig hat die Münchner Designerin und Künstlerin Ayzit Bostan eine Kunstinstallation entworfen, der die Besuchenden des Gasteig eine ganze Saison lang täglich begegnen werden. Die Installation wurde am 15. Oktober im Rahmen der Jubiläumsparty feierlich enthüllt.
Ayzit Bostan hat für ihre Installation PLAY bewusst ein Element aus der populären Kultur gewählt: Eine Discokugel als Symbol für das Feiern, die Reflexion und ein spielerisches Miteinander.
Der Reiz liegt dabei im Kontrast: PLAY ist ein überraschendes, glitzerndes und festliches Störelement in der sonst eher funktional geprägten, nüchternen Industriehalle. Die Installation soll mit der Wahrnehmung der Besucherinnen und Besucher spielen. Lichtpunkte und Reflexionen verändern den Hallenraum.
Der dadurch erzeugte Spiegeleffekt kann ganz unterschiedlich erlebt und gedeutet werden: Ist die Kugel in der Halle E mit ihren unterschiedlichen Besuchenden auch ein Spiegel der Gesellschaft? Spiegelt sie automatisch die vielseitigen Aktionen des Kulturzentrums? Oder regt sie dazu an, die letzten 40 Jahre des Gasteig zu reflektieren?
Die unterschiedlichen Ebenen der Halle E mit ihren Balkonen ermöglichen, die Kugel aus verschiedenen Perspektiven zu erleben. Für Besuchende eröffnen sich neue Blickwinkel, einzelne Elemente werden verdoppelt oder verzerrt, Sonnenstrahlen oder Scheinwerfer reflektieren das Licht.
„Ich wollte etwas Einfaches, Großes schaffen, das sich gut einprägt“, sagt Ayzit Bostan. „Etwas, das einlädt, diesen Raum neu zu erleben. Bei PLAY ist der Name Programm. Zugänglich und doch komplex. Ein Werk, das Menschen zusammenbringt und Lust macht, buchstäblich mit der Kultur zu spielen.“

Robert Haas / Gasteig