Ein echter Klassiker im Gasteig-Programm ist es mittlerweile, wenn durch die vielen Kinder das ganze Gelände zu summen und zu brummen beginnt. Seit 20 Jahren stürmen im Frühling tausende Kinder zu den großen Musik-Aktionstagen DER GASTEIG BRUMMT!, um auf musikalische Entdeckungsreisen zu gehen. In diesem Jahr fand das Festival bereits zum zweiten Mal im großen Stil im neuen Gasteig HP8 statt – und wurde erneut um einen ganzen Tag verlängert.

Insgesamt mehr als 70 Workshops, Mitmachaktionen und Minikonzerte sowie Führungen hinter den Kulissen gab es auch im März 2024 wieder an zwei Tagen. Musikalische Lesungen wechselten sich ab mit Perkussion-Workshops, Profis der Münchner Philharmoniker stellten ihre Instrumente vor, während im nächsten Raum bayerisch oder orientalisch getanzt wurde. Ein Dirigent zeigte, wie er den Taktstock schwingt, Schauspielerinnen improvisierten in der Welt der Gefühle und Sängerinnen gaben Tipps, um Stimmbänder ordentlich ins Schwingen zu bringen.

Im Rahmen dieser mittlerweile bayernweit bekannten und beliebten Musiktage für Kinder und Jugendliche war in diesem Jahr auch die Gasteig Kulturstiftung wieder in diversen Formaten vertreten.

Mit freundlicher Unterstützung der Stadtsparkasse München, gespendet aus dem PS Sparen und Gewinnen.

Im Mai 2024 veranstaltete der Gasteig in Zusammenarbeit mit dem PATHOS Theater, dem HochX, der Kunsthalle München und dem NS-Dokumentationszentrum das internationale Festival GO DRAG! MUNICH.
Die Genderperformance-Legende Bridge Markland und die Drag-Künstlerin Ruby Tuesday brachten als Kuratorinnen Drag von weiblichen, trans* und nicht-binären Künstler*innen nach München.
Nach zwei erfolgreichen Ausgaben in Berlin fanden sich erstmalig in München unterschiedlichste Institutionen zusammen und luden mit Künstler*innen aus ganz Europa alle dazu ein, die Vielfalt von weiblichen, nicht-binären und trans* Drag-Künstler*innen zu erfahren: Eine Welt voller Glitzer und Widerstand, in der Geschlechtergrenzen durchbrochen und auf den Kopf gestellt werden.
Vielfalt und Diversität auf allen Ebenen gehören zur DNA des Gasteig. Als Plattform für alle gesellschaftlich relevanten Themen möchte die Gasteig Kulturstiftung ihren Beitrag leisten, um Raum zu bieten, sich zu präsentieren, zu diskutieren und Hemmschwellen zu senken.

Initiiert vom Pathos theater und der Gasteig München GmbH in Partnerschaft mit dem HochX, dem schwere reiter, dem NS-Dokumentationszentrum München, dem Theater Drehleier, der Kunsthalle München, der Münchner Stadtbibliothek und der Gasteig-Kulturstiftung, gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

In Kooperation mit Motel One, rausgegangen, IN München, BR Puls und Queer.de.

„Natur feiern in der Stadt“ ist das Motto des Flower Power Festival München 2023. Zusammen mit der Kunsthalle München, dem Botanischen Garten München-Nymphenburg und BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern ist die Gasteig Kulturstiftung Impulsgeber des stadtweiten Festivals. Es beleuchtet in über 500 Veranstaltungen die Themen Stadt, Natur, Kultur genreübergreifend in unterschiedlichsten Formaten. 

Auf dem umfangreichen und vielfältigen Programm des Festivals stehen u. a. Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte, Lesungen, Diskussionen, Tagungen, Happenings, Stadtwanderungen, Führungen und Workshops. 

Der Gasteig HP8 ist nicht nur Festivalzentrum, sondern wird in vielen etablierten sowie neuen Formaten auch selbst das Thema aufgreifen. Darunter wird auch die Gasteig Kulturstiftung selbst als Veranstalterin mit diversen Projekten vertreten sein. 

Weitere Informationen zu Flower Power im Gasteig finden Sie hier 

Beim ALPENRAUSCH FESTIVAL präsentieren Künstler*innen aus dem gesamten Alpenraum die Vielfalt der Neuen Volksmusik – traditionelle Klänge treffen auf Jazz, Pop und Klassik. Die Bandbreite der Musik-Acts des eintägigen Festival-Programms reicht von archaisch über klassisch bis experimentell und passt wunderbar zum neuen Gasteig HP8: Wie in der Neuen Volksmusik bilden Kontraste und Verbindungen aus Alt und Neu eine spannende, innovative Mischung. Alle Besucher*innen dürfen aktiv werden: Workshops und sportliche Aktivitäten laden alle zum Mitmachen ein.

Die Gasteig Kulturstiftung veranstaltet die Konzerte von Albin Brun & Kristina Brunner und Eiger Mönch & UrSchwyz.

Eine Veranstaltung der Gasteig München GmbH mit freundlicher Unterstützung der Hochschule für Musik und Theater München, der Münchner Stadtbibliothek, des Deutschen Alpenverein München & Oberland und von Motel One.

Die Konzerte von Albin Brun & Kristina Brunner und Eiger Mönch & UrSchwyz sind Veranstaltungen der Gasteig Kulturstiftung, mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

Alle, die Lust auf experimentellen Tanz in einem außergewöhnlichen Ambiente hatten, waren bei der Tanzperformance FLORA richtig: Der italienische Tänzer und Choreograf Matteo Carvone präsentierte sein eigens für das Flower Power Festival kreiertes Programm in der ehemaligen Industriehalle im Gasteig HP8. Im Fokus stand dabei die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Konkret setzte Matteo Carvone eine Neubetrachtung der „Nichtmenschen“ als Subjekte zu einem Sound, der direkt den Klang der Natur spiegelte, tänzerisch in Szene. Sein Ziel: Er möchte dazu anregen, neu nachzudenken – über ein System von Beziehungen, die sich innerhalb von Ökosystemen buchstäblich bewegen. 

Eine Veranstaltung der Gasteig Kulturstiftung mit freundlicher Unterstützung von Bernd Wendeln. In Kooperation mit der Gasteig München GmbH. 

Brass-Section des Lab Uganda

2021 hat der Verein Music Connects mit Unterstützung des Gasteig einen Truck als kleines Kulturzentrum ausgestattet und nach Bidi Bidi ins zweitgrößte Geflüchteten Camp der Welt verschifft. Seitdem verbessert der Kulturtruck LAB UGANDA das Leben der Menschen dort. Er fungiert er als ein mobiles, multimediales Musiklabor, mit einer Bühne, einem Tonstudio, Instrumenten und einem kleinen Kino. Mehr als 500 Flüchtlinge erhalten durch das mobile Kulturlabor regelmäßig Musikunterricht. Das LAB UGANDA ist wie ein kleiner Gasteig auf Rädern: eine Plattform für Kultur und Bildung. Deshalb hat sich eine inhaltliche Verbindung zum Projekt von Beginn an mit großer Selbstverständlichkeit ergeben, die auf Langfristigkeit ausgelegt ist. Im Juli 2022 hat Music Connetcs in Kooperation mit dem Gasteig ein Konzert im Saal X präsentiert: Brass for Africa und Teacher’s Groove.  

In einer großen Spendenaktion wurden zuletzt im Gasteig HP8 Musikinstrumente gesammelt, die in einem großen Container Ende Februar nach Afrika gebracht wurden.

Tänzerinnen und Tänzer beim Bandaloop Festival an der Fassade des Gasteig HP8

Im Rahmen des Festivals Alpenrausch 2022 wurde im Gasteig HP8 zum ersten Mal BANDALOOP der deutschen Öffentlichkeit präsentiert. 

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt haben bereits bewundert, was Amelia Rudolph 1991 erfunden hat: Die begeisterte Kletterin nutzte die Technik ihres Sports dazu, eine ganz neue Art des Tanzens zu kreieren. BANDALOOP zelebriert den menschlichen Geist, die Natur und die Gemeinschaft durch Bewegungen. Öffentliche Räume, Fassaden oder Felswände werden dabei zur Tanzfläche – vertikal auf die Seite gedreht. 

In insgesamt vier Vorstellungen verwandelten die Pioniere des vertikalen Tanzes die Fassaden des Gasteig HP8 in riesige Tanzflächen und sorgten für Staunen bei den zahlreichen Besucher*innen. 

Ein wesentlicher Bestandteil der Mission der Gruppe ist auch die Vermittlungsarbeit. Zusätzlich zur laufenden Arbeit mit Jugendlichen bietet BANDALOOP regelmäßige Workshops, Camps und Intensivkurse sowie Teambuilding-Programme für Führungskräfte und Organisationen an. Die Workshops sollen ein verkörpertes Gefühl der Verbundenheit erzeugen – in sich selbst, in Partnerschaft sowie in Gruppen und Gemeinschaften. 

In der Halle E des Gasteig HP8 wurden von BANDALOOP geführte edukative Workshops Jugendlichen und Tanzstudent*innen angeboten. 

Die Workshops von Bandaloop waren eine Veranstaltung der Gasteig Kulturstiftung mit freundlicher Unterstützung der BMW Group. 

TÜRMER MÜNCHEN ist ein partizipatives und performatives Kunstprojekt der Choreographin Joanne Leighton, das sich an alle Bürger*innen richtete und vom 12.12.2020 bis 12.12.2021 auf dem Dach des Gasteig in der Rosenheimer Straße stattfand – zweimal am Tag, 365 Tage im Jahr, mit 730 Teilnehmenden. Diese wurden jeweils für eine Stunde – hoch über der Philharmonie und ganz nach dem mittelalterlichen Vorbild – zum*r Türmer*in Münchens und damit zum Teil der ein Jahr lang andauernden Performance. 

Eine Stunde Zeit und Raum ganz für sich allein haben – und zugleich mit der ganzen Stadt in Beziehung treten: TÜRMER MÜNCHEN schenkte allen Teilnehmenden diese Gelegenheit. Der Aussichtsraum auf dem Dach des Gasteig in Haidhausen bot einen Ort, an dem sie ihre Stadt überblicken, sich aus dem hektischen Stadtleben herausnehmen und gleichzeitig aus neuer Perspektive ins Stadtleben eintauchen konnten: sich selbst und die eigene Stadt wahrnehmen, neu entdecken, in Verbindung mit ihr treten, Verantwortung für sie und ihre Bewohner*innen übernehmen, präsent sein, da sein. Ohne Ablenkungen und Utensilien wie Handy oder Uhr, jenseits des Alltagstrubels und in voller Achtsamkeit. 

Von der Stadt aus sichtbar, stellte die beleuchtete Holzkonstruktion einen exponierten Aussichtspunkt und zugleich einen schützenden Ort für alle Türmer*innen dar. Die Türmer*innen hatten einen weiten Blick Richtung Süd-West, über große Teile Münchens. Dabei stellte sich die Frage: Blicke ich auf die Stadt und ihre Choreografie oder blicken die Stadt und ihre Bewohner*innen auf mich und meine Performance? 

Nach ihrer Stunde hinterließ jeder Person Erinnerungsspuren in Form zweier Fotos (Porträt und Aussicht) und als Text, in dem sie gesammelte Eindrücke, Gefühle und Gedanken festhielt. Diese wurden in einem Blog gesammelt und schließlich zum Türmer-Buch zusammengefasst. 

Mit freundlicher Unterstützung von Bernd Wendeln und der Beisheim Stiftung.