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„Natur feiern in der Stadt“ ist das Motto des Flower Power Festival München 2023. Zusammen mit der Kunsthalle München, dem Botanischen Garten München-Nymphenburg und BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern ist die Gasteig Kulturstiftung Impulsgeber des stadtweiten Festivals. Es beleuchtet in über 500 Veranstaltungen die Themen Stadt, Natur, Kultur genreübergreifend in unterschiedlichsten Formaten. 

Auf dem umfangreichen und vielfältigen Programm des Festivals stehen u. a. Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte, Lesungen, Diskussionen, Tagungen, Happenings, Stadtwanderungen, Führungen und Workshops. 

Der Gasteig HP8 ist nicht nur Festivalzentrum, sondern wird in vielen etablierten sowie neuen Formaten auch selbst das Thema aufgreifen. Darunter wird auch die Gasteig Kulturstiftung selbst als Veranstalterin mit diversen Projekten vertreten sein. 

Weitere Informationen zu Flower Power im Gasteig finden Sie hier 

Bei freiem Eintritt konnten alle, die Lust auf Tanzen hatten, verschiedene Tanzstile in Workshops ausprobieren, Live-Musik hören oder sich einfach treiben lassen. Ob HipHop oder Swing, Samba oder Waacking, Disco oder Salsa – bei TANZ DEN GASTEIG 2023 durften einen Tag lang Tanzfans das ganze Areal des Gasteig HP8 in Beschlag nehmen. Von nachmittags bis spät in die Nacht wurden die Halle E, der Saal X, der Platz am Kulturkraftwerk, der Probensaal und sogar die Bühne der Isarphilharmonie zum Tanzparkett. Willkommen war jede*r, egal ob Profi oder Tanzanfänger*in, als Single, Paar oder in Gruppen, als Kind oder Senior*in. 
Mit keinem anderen Format erreicht der Gasteig ein so diverses Publikum wie mit der größten Tanzparty der Stadt. 

Eine Veranstaltung der Gasteig Kulturstiftung mit freundlicher Unterstützung von Bernd Wendeln. In Kooperation mit der Gasteig München GmbH. 

TÜRMER MÜNCHEN ist ein partizipatives und performatives Kunstprojekt der Choreographin Joanne Leighton, das sich an alle Bürger*innen richtete und vom 12.12.2020 bis 12.12.2021 auf dem Dach des Gasteig in der Rosenheimer Straße stattfand – zweimal am Tag, 365 Tage im Jahr, mit 730 Teilnehmenden. Diese wurden jeweils für eine Stunde – hoch über der Philharmonie und ganz nach dem mittelalterlichen Vorbild – zum*r Türmer*in Münchens und damit zum Teil der ein Jahr lang andauernden Performance. 

Eine Stunde Zeit und Raum ganz für sich allein haben – und zugleich mit der ganzen Stadt in Beziehung treten: TÜRMER MÜNCHEN schenkte allen Teilnehmenden diese Gelegenheit. Der Aussichtsraum auf dem Dach des Gasteig in Haidhausen bot einen Ort, an dem sie ihre Stadt überblicken, sich aus dem hektischen Stadtleben herausnehmen und gleichzeitig aus neuer Perspektive ins Stadtleben eintauchen konnten: sich selbst und die eigene Stadt wahrnehmen, neu entdecken, in Verbindung mit ihr treten, Verantwortung für sie und ihre Bewohner*innen übernehmen, präsent sein, da sein. Ohne Ablenkungen und Utensilien wie Handy oder Uhr, jenseits des Alltagstrubels und in voller Achtsamkeit. 

Von der Stadt aus sichtbar, stellte die beleuchtete Holzkonstruktion einen exponierten Aussichtspunkt und zugleich einen schützenden Ort für alle Türmer*innen dar. Die Türmer*innen hatten einen weiten Blick Richtung Süd-West, über große Teile Münchens. Dabei stellte sich die Frage: Blicke ich auf die Stadt und ihre Choreografie oder blicken die Stadt und ihre Bewohner*innen auf mich und meine Performance? 

Nach ihrer Stunde hinterließ jeder Person Erinnerungsspuren in Form zweier Fotos (Porträt und Aussicht) und als Text, in dem sie gesammelte Eindrücke, Gefühle und Gedanken festhielt. Diese wurden in einem Blog gesammelt und schließlich zum Türmer-Buch zusammengefasst. 

Mit freundlicher Unterstützung von Bernd Wendeln und der Beisheim Stiftung.